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Porträt vom Heft 5 Jahr 2026
Sonja Schmid-Britschgi |
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Am 02. Januar 1999 kam Sonja als viertes Kind in Stans zur Welt. Mit ihrer siebenköpfigen Familie verbrachte sie ihre Kindheit in Stalden, auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern, Walti und Trudi Britschgi-Odermatt. Sie genoss die Ruhe und die wunderbare Aussicht von den Obwaldner Bergen. Die schönen Sonnenaufgänge begleitet von Hund Leo ziehen sie heute noch magisch an. Heute lebt sie mit ihrem Mann Samuel Schmid auf dem Bauernhof seiner Eltern in Menzingen. Als gelernte Drogistin EFZ arbeitet Sonja seit mehr als zehn Jahren in der Apotheke & Drogerie Späni in Kriens. Insbesondere schätzt sie den Kontakt mit Menschen. Sie entschloss sich die Ausbildung zur Kunsttherapeutin Fachrichtung Musiktherapie an der fmas zu absolvieren. Die vierjährige Ausbildung ermöglicht das therapeutische Arbeiten mit Musik. Wenn jemand Musik hört, werden Erlebnisse ins Gedächtnis gerufen. Dies ist eine rezeptive Methode, die Sonja in ihrer zukünftigen Arbeit mit Klientinnen und Klienten in der Musiktherapiestunde anwenden kann. Diese Erinnerungen, allfällige Traumatisierungen oder sonstige Eindrücke, werden in der Therapie mit Hilfe der Musik durch Improvisationen aktiv aufgearbeitet. In der Therapie geht es um die Personen selber und es ist deshalb individuell, wie ein therapeutisches Setting abläuft. Es ist möglich bei körperlicher Beeinträchtigung die Motorik zu unterstützen oder bei sprachlicher Beeinträchtigung den Ausdruck zu stärken. Musik setzt dort an, wo die Sprache an ihre Grenzen kommt. Wunderbare Möglichkeiten bestehen auch in der Selbstregulation oder -bestimmung bei Menschen mit psychischen Krankheitsbildern oder für die Tiefenentspannung. Die berufliche Tätigkeit ist vielseitig und hält Sonja aktiv, da sie stetig Neues dazu lernt. |
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Zu Hause in Menzingen spielt sie gerne mit ihrem Mann auf dem Schwyzerörgeli oder Kontrabass. Samuel spielt Schwyzerörgeli in der Musikgruppe Moräne Örgeler. Die Familie von Sonja ist sehr musikalisch unterwegs. In der Formation Ländlertrio Britschgi spielt ihr Vater Walti und ihr Coucousin Dani am Schwyzerörgeli und ihr Bruder Michi, in Abwechslung mit Sonja, am Kontrabass. Walti hat Sonja ermuntert, den Kontrabasskurs vom VSV-Unterwalden zu besuchen und dort hat sie ihre Liebe zu diesem Instrument entdeckt. 2013 trat sie dem bereits bestehenden Ländlertrio Britschgi bei. Gegründet wurde die Formation von Dani und Michi am Schwyzerörgeli und Walti am Bass. Gemeinsam haben Dani und Michi das Schwyzerörgelispiel im Unterricht bei Peter Berchtold erlernt. Das Repertoire war begrenzt und weil sie Anfragen für längere Engagement erhielten, entschieden sie sich, dass Michi das Kontrabassspiel erlernte und Walti zum Schwyzerörgeli wechselte. Zuerst spielte Sonja in diversen Ländlerformationen. Heute musiziert sie neben dem Ländlertrio Britschgi mit den Tällistock Ergeler vom Hasliberg. Sonja begleitet die Schwyzerörgeligruppe dabei am Kontrabass. Sonja bereitet die Ländlermusik «äi Fräid». Im Frühling 2025 hat Sonja ihre erste Eigenkomposition mit dem Titel «äi Fräid» mit ihrer Schwester Angi aufgrund der Ausbildung einstudiert und aufgenommen. Beide sind in der Ausbildung zur Musiktherapeutin und haben sich gegenseitig im Prozess der Liedarbeit unterstützt. Diese therapeutische Methode durfte sie selber erfahren. Ihr selbst komponiertes Lied spricht aus ihrer Seele und beschreibt das dankbare Erleben des Musizierens, sowie die schönen Erinnerungen, mit ihrer Familie und Freunden. Mit Angi an der Trompete und ihrem Vater am Schwyzerörgeli sind sie mit der Musikgruppe Schwanderpfuis unterwegs. Diese Abwechslung gefällt Sonja schon seit jeher. Das zeigt sich auch bei ihren erlernten Instrumenten. Begonnen hat sie mit der Blockflöte. Danach übte sie intensiv das Panflötenspiel und fand dann den Weg durch Vater Walti in die Ländlermusik zum Schwyzerörgeli und Kontrabass. Während der Ausbildung erlernt sie fortlaufend weitere Instrumente wie z.B. Klavier und Gitarre. Ein wichtiger musikalischer Teil in ihrem Leben ist die Guggenmusik Schwander Guigger. Seit zehn Jahren spielen Sonja und Angi Trompete und ihre Schwester Babsi an der Posaune. Seit drei Jahren hat sie dort das Zepter als Majorin übernommen und leitet musikalisch die gesellige Gruppe an. |
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Das Ausgangsleben pflegte Sonja gerne. Auf der Suche nach dem besten Fest sucht sie sich stets die beste Ländlerkapelle. Um die Formationen Wilti Gruess, Echo vom Bäräaug, Echo vom Lizä, Steibach Buam, Echo vom Druosbärg zu hören ist ihr der Weg nie zu weit. Feste ohne Ländlermusik kommen für sie nie in Frage. Die Musik macht Sonja «eifach zfridä» und ihr «äi Fräid». Die Atmosphäre, die durch Volksmusik geschaffen wird und die Möglichkeit zu tanzen, sprechen sie ganz besonders an. In dieser Umgebung fühlt sie sich wohl. Schon als Kleinkind hatte die Ländlermusik in ihrem Leben einen grossen Stellenwert. Weil Vater Walti schon seit über 40 Jahren bei der Kapelle Mälcherbiobä spielte, war die Familie regelmässig bei Auftritten dabei. Dankbar blickt Sonja auf die vergangene Zeit zurück und schätzt die vielen schönen Erlebnisse und Begegnungen, die sie durch die Musik erfahren durfte.
Ihr erster öffentlicher Auftritt mit dem Kontrabass war an der Abschlussstubete des Kontrabasskurses. Dort spielte sie mit ihrem Vater und Peter Dall’Omo. Neben der Ländlermusik spielte sie auch in einem Panflöten Ensemble und sie sang als Kind im Chinderchor Sarnen. Sonja ist fasziniert von der Musik. Inspirieren lässt sie sich von Dario Weiss von den Moräne Örgeler und Philipp Gut von Wilti-Gruess. Sonja mag es stimmungsvoll, wenn zur Musik gesungen, getanzt und bödelet wird. Am liebsten spielt sie an Festen, wo es «ä diänigi Chiubi» gibt, an Hochzeiten, Jodlerkonzerten, gemütlichen Dorfabenden oder zu Hause mit ihrer Familie und ihrem Mann. Emotionale Spielformen in der beruflichen Tätigkeit faszinieren Sonja ebenfalls. So pflegt sie ihr Hobby, Beruf und Lebensmotto «äi Fräid mid Muisig» und entdeckt deren Vielfalt immer aufs Neue |
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