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Porträt vom Heft 2 / Jahr 2026
Chratzbodä Ergeler |
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Der spezielle Name der Formation Chratzbodä Ergeler steht einerseits für den Bezug zur Landwirtschaft (Boden von Ladewagen) andererseits witzeln sie jeweils, dass sie so lüpfige Musik spielen wollen, dass getanzt wird und der Boden auch ein wenig zerkratzt wird. Dass der Parkettboden in Milenas’s Heim einen dicken Kratzer von Jonas Örgelikiste hat, passt auch gut zum Namen. Jonas Durrer, geboren 2003, ist gelernter Elektroinstallateur EFZ und angehender Landwirt. In seiner Familie waren volkstümliche Klänge seit seiner Kindheit präsent. Weil ihm die Ländlermusik gut gefiel, lernte er bei Peter Berchtold Schwyzerörgeli spielen. Ein tolles Erlebnis war die Teilnahme beim Projekt von Martina Spichtig. Dieses vernetzt junge Musizierende mit erfahrenen Formationen und ermöglichte ihnen einen gemeinsamen Auftritt. Nebst dem Musik machen zählt die Hasenzucht zu Jonas Hobbies. Svenja Barmettler, geboren 2005, ist gelernte Autolackiererin EFZ und arbeitet momentan in verschiedenen Saisonstellen. Die Freude an der Musik und am Schwyzerörgeli wurde bei Svenja in der Familie weitergegeben. So entschloss sie sich ebenfalls das Örgelispielen zu erlernen. Ihr Musiklehrer Peter Berchtold hat sie dabei unterstützt und motiviert. In ihrer Freizeit trifft man Svenja vor allem in der Natur an. Sie bewegt sich gerne, sei es beim Wandern, Skifahren oder auf Skitouren. Milena Liem, geboren 1993, ist Sozialarbeiterin sowie Schulische Heilpädagogin. Schon immer liebte sie die Ländlermusik und schwingt am liebsten das Tanzbein dazu. Sie spielte bereits mehrere Instrumente in unterschiedlichen Stilrichtungen (Brassband, Guggenmusik, Harmoniemusik) und wollte auch Ländlermusik ausprobieren. Da sie ein eher ungeduldiger Mensch ist, wählte sie die Bassgeige, die ihr einfacher zum Lernen erschien. Bei Friedel Herger durfte sie die Grundlagen des Spielens erlernen. Nebst dem Musizieren geniesst sie am liebsten Zeit mit ihrer Familie.
Kennengelernt haben sich Jonas und Svenja einerseits über ihre Eltern und andererseits durch ihren Musiklehrer Peter Berchtold. 2020 gründeten sie die Chratzbodä Ergeler. Mit dem Schwyzerörgeli sammelten sie als Duo Auftrittserfahrungen. Von 2020 bis 2022 spielten die beiden vor allem an kleineren privaten Anlässen. Einer der ersten grossen Auftritte von Svenja und Jonas war beim Jahreskonzert vom Jodlerclub Alpengruss in Ennetbürgen im Jahr 2022. Für das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest 2022 in Ennetbürgen fragten sie Milena Liem als Bassgeigenspielerin an. Nach einer sehr kurzen Vorlaufzeit von nur drei Wochen war das erste Auftrittsrepertoire von ungefähr 35 Stücken bereit. Der Auftritt verlief trotz Nervosität gut und die drei verstanden sich musikalisch und menschlich perfekt. Fortan waren sie als Trio unterwegs. Seit 2024 spielt die gelernte Detailhandelsfachfrau Cornelia Barmettler, Jahrgang 2002, (die Cousine von Svenja) am Schwyzerögeli mit. In der Familie von Cornelia wurde viel gemeinsam Volksmusik gehört. Dadurch war das Schwyzerörgeli immer wieder präsent und Cornelia entschied sich, dieses Instrument zu lernen. Cornelia wird immer wieder vom „Alpfieber“ gepackt. Da hat sich das Örgeli als zügelfähiges Instrument zwischen Alpbetrieb und Tal erwiesen. Auch Cornelia bewegt sich gerne in der Natur. In ihrer Freizeit trifft man sie beim Wandern oder Skifahren in den Bergen an. Seither sind die Chratzbodä Ergeler in abwechselnder Besetzung unterwegs. Es gefällt ihnen am besten, wenn alle für einen Auftritt Zeit finden und sie zu viert auftreten können. Oft trifft man sie jedoch auch als Dreierformation an.
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Zum rassigen Spiel passen auch die Vorbilder der vier Freunde. Es sind dies die Nidwaldnerbuebe, Genderbüebu, Iten-Grab, Augenschmaus, LT Tänzig usw. Sie spielen gerne lüpfige, tänzige und urchige Musik. Ihr Repertoire zeichnet sich durch eine grosse Bandbreite an Stilrichtungen und Interpreten aus. Von urchigen Klassikern, Ohrwürmern, Schlagerlieder bis hin zu modernen Interpretationen der Schweizer Volksmusik. Im Repertoire sind auch einige Lieder, die sie gerne auch mit Gesang vortragen möchten. Bis die notwendigen Gesangsproben abgeschlossen sind, überlassen sie das Singen meistens den Zuhörenden. Grundsätzlich steht bei ihnen jedoch die Freude am Musizieren und an den vielen tollen Stücken im Vordergrund.
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Eigenkompositionen gibt es von Jonas Durrer. Er hat bereits mehrere Tänze komponiert. Einige davon spielt die Formation. Andere brauchen noch etwas Übungszeit. Svenja und Milena liefern jeweils sehr kreative Vorschläge für die Namen. Der erste gemeinsame Auftritt war im Jahr 2022 am Bankett des ISAF. Sie spielen an sehr unterschiedlichen Anlässen von Apéros, Geburtstagspartys, Firmenevents, Jodlerkonzerten, in Kaffeestuben von verschiedenen Festen usw. Die Chratzbodä Ergeler durften auch schon Hochzeiten musikalisch umrahmen. Besonders freuten sie sich, als sie am Tag der Tracht auf dem Stanserhorn Einheimische und Touristen mit Musik begeistern durften. Milena in der Schwyzer Werktagstracht, Svenja in der Obwaldner Werktagstracht und Jonas im Senner für ledige Männer. Nach rund 6 Stunden Spielzeit folgte dann noch die Unterhaltung am Teffli Rally Helferfest. Dies war ein einzigartiges Erlebnis. Die drei waren nach rund 12 Stunden Spielzeit dann allerdings völlig k.o. Es gab in der jungen Formation schon einige lustige Episoden. Dazu gehören: Svenja und Jonas haben sich auf dem Weg zu einem Auftritt stark verfahren, weil sie das Navi falsch programmiert hatten. Glücklicherweise hatten sie genügend Zeit eingerechnet, um noch pünktlich beginnen zu können. Milena hatte zu Beginn stets einen Appenzeller Schnaps dabei, um sich vor den Auftritten zu beruhigen. Für Auftritte erstellt Milena ab und zu individuelle, zum Thema passende Setlisten. Dabei darf eine oder mehrere lustige Fotocollagen nicht fehlen. Fernsehaufnahmen gibt es noch keine. Die vier Musizierenden ziehen es vor, im Hintergrund zu spielen. Auf ihrem Instagram-Account zeigen sie jedoch gerne etwas von Ihrem «Musikant*innen-da-sein» (chratzbodae_ergeler). Für die Zukunft wünschen sie sich viele weitere gemütliche, lustige und unterhaltsame Stunden mit interessanten Begegnungen unterschiedlichster Menschen. |
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