Karin Stöckli

Porträt vom Heft 1

Jahr 2026

 

 

 

Karin Stöckli-Langensand

Karin wuchs mit der Volksmusik auf. Viele Jahre bevorzugte sie diese Musikrichtung. In der Zwischenzeit gefällt ihr aber auch andere Musik. Seit ihrer Kindheit verbindet sie die Volksmusik mit Tradition, ihren Wurzeln, Brauchtum und viel Freude. Sie liebt urchige und traditionelle Anlässe und da gehört Ländlermusik dazu.

Karin, geboren am 10. August 1983, wuchs zusammen mit zwei Brüdern und einer Schwester auf dem Bauernhof ihrer Eltern Vreni und Hermann Langensand-Küng in Alpnach auf. Dort besuchte sie die Schule und machte eine Lehre als Coiffeuse. Nun lebt sie mit ihrem Mann Armin und den Söhnen Elias (2011) und Jonas (2013) im eigenen Haus im Grünen. Zwei Tage pro Woche arbeitet sie in einer schulergänzenden Tagesstruktur an der Schule Alpnach und nebenbei als selbstständige Kindertherapeutin. Sie kann sich nicht vorstellen an einem anderen Ort zu leben. Karin ist in Alpnach sehr verwurzelt und kennt deshalb viele Leute jeden Alters.

Mit 10 Jahren lernte sie Schwyzerörgeli spielen. Zuerst ein Jahr bei Irene Wallimann und danach fünf Jahre bei Peter Berchtold. 2009 begann sie bei Werner Räber mit dem Bassspiel. Seither ist der Bass ihr Hauptinstrument. Der erste Auftritt mit dem Schwyzerörgeli war zusammen mit Musikschulkollegen an einem Hochzeitsapéro. Mit dem Bass spielte sie 2009 an der Älplerchilbi in Alpnach auf dem Umzugswagen erstmals öffentlich. Von 2011 bis 2022 begleitete sie mit dem Bass ausschliesslich die Trachtenmusik Alpnach, weil die Familienzeit Priorität hatte. Regelmässiger tritt sie seit 2022 wieder auf. Die Auftritte als Familienkapelle mit ihrem Mann und den beiden Kindern verbindet die vier Stöcklis auch im Alltag. Die gemeinsame Liebe zur Volksmusik schweisst sie noch näher zusammen. Einen sehr hohen emotionalen Stellenwert hat der Auftritt am Jahreskonzert 2025 de Jodlergruppe Bärgröseli, Alpnach. Das viele Proben und das fleissige Üben wurde an diesem Auftritt belohnt.

Heute kann man Karin an unterschiedlichen Orten hören beispielsweise an Konzerten, Apéros, an Gottesdiensten in der Kirche, verschiedenen Orten zur Unterhaltung, zum Tanz, an privaten Familienanlässen usw. Ihre aktuellen Formationen sind die Trachtenmusik Alpnach, das Ländlertrio Stöckli-Buebe mit ihrem Mann Armin und Schwager Beat (Bild unten), hauptsächlich aber die Familienkapelle Stöckli (bild oben). Jeden Auftritt findet Karin auf ihre Art besonders. Aber die Auftritte an Konzerten, wo es ganz still ist, man sehr nervös und angespannt auf der Bühne steht, sind immer etwas spezielles. Gelingt es ihr, das fleissig Geübte abzurufen, freut sich Karin ganz besonders.

Karin kennt viele gute Bassspieler und Bassspielerinnen. Besonders gefällt ihr Seebi Diener wie erdig, sauber und mit tollen Läufen er den Bass beherrscht. Seine aufrechte Haltung imponiert ihr ebenfalls «schön ihm zuzuschauen und zuzuhören». Aber auch Claudia Scheuber-Lüthi bewundert sie sehr. Sie ist ein absoluter Profi und das schon seit vielen Jahren. Ihr Spiel motiviert Karin weiterhin fleissig zu üben. Die Formationen Echo vom Rossberg, Ländlertrio Tänzig und Bürgler-Gisler-Hess hört Karin sehr gerne. Sie liebt die chugelrunde Illgauermusik wo gebödelt und gejauchzt wird, wo die Leute es kaum aushalten, ruhig auf den Stühlen zu sitzen, wie sie selbst. Karin schwingt auch gerne das Tanzbein und wenn alles stimmt jauchzt sie aus purer Freude dazu. Es gibt viele tolle Kompositionen, aber ausserordentlich gut gefallen ihr die Tänze von Toni Bürgler, Rees Gwerder und Lorenz Giovanelli. Karin mag alle Taktarten, aber wenn zwischendurch eine schöne Polka gespielt wird, freut sie sich sehr.

Karin spielt aus dem Herzen, aus Freude an der Tradition, der Liebe zur Ländlermusik und da hat auch mal ein Fehler Platz. „Wir sind alles Menschen. Sonst könnte man einfach eine CD abspielen. Das Allerwichtigste ist anderen Leuten mit diesem Hobby Freude sowie schöne und unbeschwerte Momente bereiten zu können. Das ist mein Antrieb.“

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