Am Frauenzmorgen vom 21. Oktober 2004 hatten wir Sr. Maria Michaela von der Spirituellen Weggemeinschaft zu Gast.

Das Thema ihres interessanten Kurzvortrages war die Blutrache in Albanien.

Die anwesenden Frauen waren überrascht, dass es dies überhaupt noch gibt.

Ein Thema auch dass betroffen machte.

 

 

Vorstandsmitglied Annaliese Gasser bedankt sich bei Sr. Maria Michaela

 

Im Internet findet man darüber sehr Interessantes:

 

Albanien: Frauen bekämpfen Blutrache auch mit Hilfe von Heks  
 
http://www.ref.ch/rna/meldungen/5091.html  
27. Dezember 2000 / 16:22:11

Hintergrund

Die albanische Frauenorganisation Useful do Albanian Women (UAW) will mit erzieherischen und psychosozialen Mitteln die albanische Tradition der Blutrache bekämpfen. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz (Heks)hat das Pilotprojekt mit vorerst rund 80 000Franken unterstützt.

RNA/heks

Der radikale und schnelle politische Umbruch in Albanien hat zu einer «Renaissance» des Kanuns geführt. Der Kanun ist eine Sammlung von alten Gesetzen und Moralcodices der patriarchalischen Stammesgesellschaft, in der die Blutrache praktiziert wird. Diese kann mit der Emigration auch in andere Länder exportiert werden.

Der anhaltende Werteverlust und die mangelnde Vorstellung von einer neuen Sozialgesellschaft haben zudem zu einer Verwilderung der alten Bräuche und Sitten geführt. So werden nun auch die Kinder in die Blutrache einbezogen, obschon sie im Kanun ausdrücklich ausgenommen waren.

Dies führt dazu, dass Kinder zwischen sieben und 14 Jahren aus den betroffenen Familien nicht mehr in die Schule geschickt werden können, sondern zu ihrem Schutz eingeschlossen werden. Das Pilotprojekt beschränkt sich vorerst auf den Norden von Albanien, wo der Kanun am stärksten verankert ist.

In Zusammenarbeit mit Schulbehörden und einer kleinen, lokalen Organisation werden die betroffenen Familien aufgesucht, und es wird ihnen rechtliche sowie psychosoziale Unterstützung angeboten. Zudem wird den eingesperrten Kindern durch Lehrer Schulmaterial abgegeben.

Gleichzeitig strahlt das lokale Fernsehen für sie Unterrichtsprogramme aus. Mit Hilfe von Fernsehspots und Plakaten wird ausserdem in der Bevölkerung für eine Bewusstseinsänderung geworben mit Slogans wie «Stop der Blutrache! Wir leben in einem modernen Staat und lösen unsere Probleme auf fortschrittliche Art und Weise.»

Die Ergebnisse dieser Massnahmen sollen im Verlauf des Jahres 2001 an einer Tagung, zu der auch die Vertreter der Ministerien des Innern (Polizei), Erziehung und Justiz eingeladen werden, präsentiert und diskutiert werden. Damit kann eine Koordinationsplattform für die betroffenen Behörden und die in diesem Bereich aktiven Organisationen geschaffen werden.

Auskunft: Madeleine Hirsch, Heks-Projektbeauftragte Albanien Telefon 01 361 66 00.

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